EDV-Beratung und Datenschutz Michael Straub

Nachdem Facebook Anfang 2021 die "Datenschutzbedingungen" (bei Facebook eigentlich ein Witz) von WhatsApp geändert hatte, ging ein leiser Aufschrei durch die Nutzergemeinde. Den meisten Anwendern ist der Datenschutz natürlich völlig egal, denn ansonsten würde man so etwas wie WhatsApp gar nicht erst nutzen. Trotzdem wechselten einige zu anderen Messenger-Diensten, so dass diese sogar teilweise unter dem Ansturm technische Probleme bekamen.

Wenn man nun wechseln will, welches ist denn ein geeigneter Dienst? Der Sicherheitsdienstleister und -blogger Mike Kuketz hat sich die Mühe gemacht, und verschiedene Messenger-Dienste nach diversen Kriterien untersucht und gewertet. Herausgekommen ist eine Artikelserie, sowie eine Ergebnismatrix.

Nun kann sich jeder überlegen, welche Kriterien für einen bestimmten Zweck relevant sind und sich für eine Lösung entscheiden.

Da ist zum Beispiel die Frage, ob der Dienst zentral oder dezentral aufgebaut ist. Zentral bedeutet, dass die Fäden irgendwo zusammenlaufen, dass also der Dienstleister bestimmte Informationen, mindestens aber Metadaten erhält.

Ist die Verbindung Ende-zu-Ende verschlüsselt, gibt es eine Mithörmöglichkeit?

Muss ich eine Telefonnummer angeben, wird evtl. gar das gesamte Adressbuch zum Anbieter gebeamt?

Ist der Programmcode einseh- und somit prüfbar, oder muss man sich auf Versprechen des Anbieters verlassen?

Auf jeden Fall eine tolle Übersicht, die Anerkennung verdient.