EDV-Beratung und Datenschutz Michael Straub

Heutzutage hat fast jeder ein Smartphone, und in Wartezimmern oder Wartebereichen werden diese auch fleißig genutzt. Um etwas zu organisieren, nachzuschlagen oder einfach zur Unterhaltung. Leider sind die Datentarife im Mobilfunk-Entwicklungsland recht teuer, wenn man sich denn überhaupt auf einer Empfangsinsel (das Gegenteil von "Funkloch") aufhält.

Viele Menschen sind deshalb dankbar, wenn man ihnen per WLAN ein bisschen Internet zur Verfügung stellt. Erfahrungsgemäß sinkt der Geräuschpegel in Wartezimmern signifikant, wenn dort Kinder bzw. Jugendliche sitzen.

Nur wie macht man das? Die schlechteste Idee ist es, das eigene WLAN zu öffnen. Denn damit hat ein potentieller Angreifer Zugang auf das eigene Netzwerk. Nach der aktuellen Gesetzgebung muss man zwar bei Rechtsverstößen durch Dritte keinen Schadenersatz leisten, aber eine teuer Abmahnung kann man trotzdem kassieren.

Es gibt jedoch eine Lösung ohne Risiko. Man stellt den Router eines Anbieters für freies WLAN auf und verbindet diesen mit dem Netzwerk. Der Router baut einen verschlüsselten Datentunnel zum Anbieter auf. Es gibt keinerlei Wechselwirkung mit dem eigenen Netzwerk. Es lässt sich einstellen, welche Bandbreite man zur Verfügung stellt. Z.B. 10% der eigenen Bandbreite. Das merkt man selbst nicht oder kaum etwas vom zusätzlichen Verkehr. Die Kunden oder Patienten surfen technisch und rechtlich über das Netzwerk des Anbieters.

Die Kosten sind gering und das ganze ist ein echter Mehrwert für das Geschäft oder die Praxis.

Ich habe solche Lösungen bereits mehrfach eingerichtet. In Praxen, Geschäften und auch bei Privatleuten. Kurioserweise ist sogar ein Bestattungsunternehmer dabei. Genau mit dem Argument, dass manchmal "anstrengende" Kinder mitgebracht werden, dass man aber in diesen Räumen eher Ruhe haben will.